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Zweck des Vereins ist die Förderung und Erhaltung des natürlichen Landschaftsbildes im Bereich der Städte Walsrode und Visselhövede und ihrer Ortsteile, insbesondere der darin gelegenen Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete.
  • Y-Trasse Nein

Y-Trasse – was ist das?

Bei der sogenannten Y-Trasse handelt es sich um eine geplante Eisenbahn-Neubau-/Ausbaustrecke. Diese soll im Bereich zwischen Hamburg und Hannover errichtet werden. Bei Visselhövede ist ein Abzweig nach Bremen als 22 km lange Ausbaustrecke vorgesehen. Dadurch bekommt der geplante Streckenverlauf die Form eines Ypsilons.

Wir, die BfU, möchten Sie auffordern Stellungnahmen zu den bestehenden Planungen der Y-Trasse abzugeben.

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Karte mit dem Verlauf der Y-Trasse

Die amtlichen Planungen

Nach den amtlichen Planungen ist der räumliche Beginn der Neubaustrecke von nördlicher Seite bei der Ortschaft Lauenbrück vorgesehen, ca. 62 km südwestlich von Hamburg (Verknüpfung mit der Strecke Hamburg – Bremen). Richtung Süden geht der Verlauf durch die Landkreise Rotenburg (Wümme), Soltau-Fallingbostel und Hannover. Im Bereich Großburgwedel bei Isernhagen, ca. 23 nördlich von Hannover, endet der offiziell geplante Neubauabschnitt mit einer Anbindung an die Strecke Celle – Hamburg. Die Y-Trasse ist ein Projekt des Bundesverkehrswegeplanes 1992 und des Bedarfsplanes zum Bundesschienenwegeausbaugesetz 1993. Die Planungen sehen die Errichtung einer 92 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke für Geschwindigkeiten von durchgängig 300 km/h vor, der Abzweig nach Bremen ist bis Langwedel als Ausbauabschnitt der Strecke Uelzen - Langwedel für 160 km/h konzipiert und fädelt dort in die Strecke Hannover – Bremen ein.

Die Überlegungen

Die Überlegungen zur kapazitiven Erweiterung der Korridore Hamburg/Bremen – Hannover gehen zurück auf ein Netzausbauprogramm der Deutschen Bundesbahn aus dem Jahr 1970. Ziel der Planungen war eine Entmischung des schnellen und langsamen Verkehrs und eine massive Beschleunigung des Personenfernverkehrs. Primäres Ziel war eine Fahrzeitverkürzung der Strecke Hamburg – Frankfurt (Main) auf unter drei Stunden. Durch die Y-Trasse versprechen sich die Befürworter eine Fahrzeitverkürzung von Hamburg nach Hannover um 13 Minuten bzw. von Bremen nach Hannover um 8 Minuten.

 

Bei Reisezuggeschwindigkeiten oberhalb von 230 km/h muss derzeit davon ausgegangen werden, dass sich tagsüber auf der Y-Trasse ein Mischverkehr mit Güterzügen aus Sicherheitsgründen verbietet. Daher spielt der bisherige Planungsansatz zur Y-Trasse für den Güterverkehr praktisch keine Rolle.

 

Notwendigkeit des Projekts und die vorgeschlagene Realisierungsvariante (Vorrangstrecke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr) sind zunehmend umstritten.

Raumordnungsverfahren

Am 23. März 2001 wurde das Raumordnungsverfahren abgeschlossen.
Im Sommer 2008 stellte die DB Netz AG den Antrag, die Gültigkeit der ursprünglich auf acht Jahre (bis März 2009) befristeten landesplanerischen Feststellung (LPF) zu verlängern. Nach eigenen Angaben haben sich die wesentlichen Planungsparameter gegenüber dem Raumordnungsverfahren nicht verändert, so dass kein neues Verfahren notwendig sei. Im Februar 2009 gab das Raumordnungsministerium diesem Antrag statt und verlängerte die Geltungsdauer der LPF bis zum 31.12.2016.

Bürger für Umwelt e.V. hatte hierzu mit anwaltlicher Unterstützung vor Abschluss der Verlängerung erhebliche, sachlich ausreichend begründete Einwände vorgebracht, denen allerdings nicht Rechnung getragen wurde.

Planfeststellungsverfahren (PLFV)

Für eine Realisierung des Projektes wäre die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens erforderlich. Die Einleitung dieses Verfahrens steht bisher aus. An der Erstellung entsprechender Planunterlagen wird allerdings bereits intensiv gearbeitet.
 
Das PLFV wird durch das Eisenbahnbundesamt durchgeführt. 

  • Das PLFV bildet den Abschluss der Planung. Im PLFV wird das Vorhaben beschrieben, bewertet, gegeneinander abgewogen und entschieden. Am Ende des PLFV steht der Planfeststellungsbeschluss, der nur durch einen Gerichtsbeschluss korrigiert werden kann. Das Gerichtsverfahren hat keine aufschiebende Wirkung.
  • Im PLFV sind die betroffenen Grundstücke bezeichnet.
  • Es werden innerhalb von max. 3 Monaten Beteiligungen der TÖB eingeholt.
  • Die das Verfahren erläuternden Unterlagen müssen für die Öffentlichkeit einen Monat ausgelegt werden. Einspruch ist bis 2 Wochen nach Auslegungsfrist möglich, durch jeden Betroffenen!
  • Innerhalb von 3 Monaten nach Einspruchsfrist findet ein Erörterungsverfahren statt.
  • Nicht geltend gemachte berechtigter Einwände schließen eine spätere Klage aus (Präklusion).